Unser Haus

Das PBZ Mauer wurde mit 1. Jänner 1999 aus dem Landesklinikum Mauer herausgelöst. Damit wurde neben dem Klinikum eine eigenständige Betreuungs- und Langzeitpflegeeinrichtung am Standort Mauer geschaffen.

Das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Mauer befindet sich am Areal des NÖ Landesklinikums Mauer und umfasst aktuell 4 Häuser.

Die Anlage des PBZ Mauer ist Teil der in den Jahren 1898 - 1902 erbauten "Kaiser-Franz-Joseph-Landesheil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling". Das bedeutsamste Jugendstilbauwerk in Niederösterreich wurde seit dem Jahr 1999 saniert bzw. durch neue Objekte ergänzt. Seitdem sind die Häuser 2 und 4 generalsaniert worden, das Haus 44 wurde neu gebaut und aktuell ist seit Spätherbst 2015 das neue Haus 42 in Betrieb, in welchem sich auch die Direktion und das Büro des Arztes befinden.

Neben der ständigen Anpassung der Betreuungsstandards, die sich an dem Leitbild "Leben entfalten - Zukunft gestalten" orientieren und der Mensch mit seinen persönlichen und individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht, gilt dies auch für die Modernisierung der Infrastruktur.

Unsere Betreuungsschwerpunkte:

Ein Daheim in den Häusern 2, 4, 42 und 44.

183 Menschen mit psychischen Erkrankungen, intellektuellen Beeinträchtigungen und Auffälligkeiten im Verhalten leben in unserer Einrichtung. Dies bedarf einer ganzheitlichen, fachlich fundierten Betreuung und Begleitung und beinhaltet auch die entsprechend pflegerische Zuwendung. Das multiprofessionelle Team ist bestrebt, Privatheit zu ermöglichen. Unterschiedliche Lebensgeschichten spiegeln sich in den Schicksalen dieser Menschen und es stellt für unser gesamtes Team eine Herausforderung dar, der Eigenart jedes Einzelnen zu entsprechen und so die Sensibilität für die optimale Pflege und Betreuung zu entwickeln.

Haus 2 EG

Haus 2 EG ist ein Wohnbereich mit zwei Wohngruppen, deren Schwerpunkt sowohl in der Pflege als auch in der Betreuung psychisch Kranker und intellektuell beeinträchtigter Menschen liegt.

Wie in jedem unserer Häuser bildet auch hier das Normalitätsprinzip die Grundlage zur Verbesserung der Lebenszufriedenheit, basierend auf der Gleichberechtigung aller Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder möglichen Beeinträchtigungen.

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Haus 2 OG

Haus 2 OG ist eine Betreuungseinheit für jüngere Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder kognitiven Einschränkungen. Im Fokus der Betreuung steht, den BewohnerInnen ihre Identität und "Mein Ich Leben können", jedoch auch Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit in einer heimeligen Atmosphäre zu vermitteln. Durch das Ausleben der Hobbies, "in die Arbeit gehen - BETA" und dadurch "gebraucht zu werden", wird den BewohnerInnen ermöglicht, Lebenssinn zu finden und auch ihre entwickelten Lebensgewohnheiten nicht zu verlieren.

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Haus 4 EG

Im Haus 4EG werden schwerpunktmäßig Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und mit einer mehrfachen körperlichen Behinderung betreut. Zwei Wohngruppen ermöglichen eine vertraut häusliche Atmosphäre, um das Wohlbefinden und die Wahrnehmung unserer BewohnerInnen zu fördern. Durch Stimulation aller Sinne, individuelle Freiräume und Beziehungsgestaltung wird den BewohnerInnen Sicherheit vermittelt.

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Haus 4 OG

Haus 4 OG ist ein Wohnbereich, deren Schwerpunkt in der klassischen Pflege sowie in der Schwerstpflege liegt. Es werden Menschen mit psychischen Erkrankungen und intellektueller Beeinträchtigung gepflegt und betreut. Zusätzlich befindet sich hier eine Wachkoma-Einheit.

Wesentliches Augenmerk wird auf die bedeutsamen Beziehungen gelegt, die für die BewohnerInnen soziale Integration bedeuten, das heißt, dass der Pflege von zwischenmenschlichen Beziehungen der BewohnerInnen untereinander, mit Familienangehörigen und Freunden große Bedeutung zugemessen wird, um das Wohlbefinden zu fördern. Eng damit verwoben steht das Wachsen von Vertrauen und Sicherheit. Die Lebendigkeit von Beziehungen fördert die Sinneswahrnehmung und hat damit entscheidenden Einfluss auf die persönliche Orientierung.

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Haus 42 OG

Im Haus 42 OG finden intellektuell beeinträchtigte Menschen mit autistischen Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, wie Auto- und Fremdaggressionen, sowie Menschen mit chronisch-psychiatrischen Krankheitsbildern eine Heimat. In drei Wohngruppen mit insgesamt 31 Einzelzimmern ist eine Krisenintervention mit sechs Plätzen integriert.

Ein interprofessionelles Team ermöglicht den BewohnerInnen die erforderliche Begleitung in der individuellen Tagesgestaltung und Unterstützung, um den Alltag bewältigen zu können.

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Haus 44

Haus 44 ist eine Betreuungseinheit für mobil psychisch erkrankte Menschen, in die eine Wohngruppe für Menschen mit demenzieller Erkrankung integriert ist. Im Mittelpunkt stehen geistig und körperlich anregende und regelmäßige Aktivitäten, die den Alltag und das Leben wertvoll gestalten sollen. Einerseits wird versucht, die Kompetenzen jedes Einzelnen zu erhalten, darüber hinaus aber auch Unterstützung bei der Lebensbewältigung angeboten.

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Haus 42 EG - Tagesbetreuung

Eine ganz wesentliche Aufgabe in der Beschäftigung/Tagesbetreuung (BETA) ist es, den Menschen eine klare Stukturierung ihres Tagesablaufes zu bieten. Für unsere BewohnerInnen ist es wichtig, die Wohngruppe für einige Stunden zu verlassen, um in die "Arbeit" gehen zu können. Es ist von entscheidender Bedeutung sich an einem regelmäßigen, gleich bleibenden Tages- bzw. Wochenablauf mit genauen Beschäftigungszeiten orientieren zu können. Dieser wiederkehrende und verlässliche Ablauf bietet einerseits Sicherheit und andererseits eine Basis zur Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Teilnahme und die Integration in das Gemeinschaftsleben ermöglicht unseren BewohnerInnen das Gefühl des Gebrauchtwerdens und der Sinnhaftigkeit des Lebens.


Sollten Sie Interesse an der Tagesbeschäftigung haben, so ersuchen wir Sie um Kontaktaufnahme unter 07475/9000-24342, Susanne Steinkellner, Managerin Pflege- und Betreuung.

Über einen Besuch in unserem Bastelshop würden wir uns sehr freuen.

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Donnerstag jeweils von 7.30 - 16.15 Uhr
  • Freitag von 7.30 - 12.15 Uhr

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Psychologische Arbeit

Psychologische Arbeit / Wohngruppe mit Krisenintervention

Eltern und Geschwister sowie Betreuungssysteme, welche Sorge um ihren betreuten Angehörigen bzw. KlientIn haben, brauchen zu allererst ein Gespräch, welches ihnen das Gefühl vermitteln soll, dass sie mit ihrem Kummer, ihren Sorgen und Ängsten ernst genommen werden. Dieses Erstgespräch erfolgt im Rahmen einer Begutachtung des Betroffenen im Vorfeld der Aufnahme.

Nach erfolgter Aufnahme wird gemeinsam mit den MitarbeiterInnen aus den Bereichen Pflege, Pädagogik und Psychologie, gegebenenfalls auch unter Einbindung der Physiotherapeutinnen, ein Tages-, Betreuungs- und Freizeitplan entwickelt. Falls indiziert, wird eine Untersuchung zum intellektuellen Leistungsniveau durchgeführt, Einzel- und Gruppengespräche werden anlassbezogen angeboten. Während des gesamten Aufenthaltes besteht sowohl zur zuweisenden Betreuungseinrichtung und/oder zu den Angehörigen Kontakt, vor der gemeinsam geplanten Entlassung findet ein ausführliches Abschlussgespräch statt.

Wenn sich im Rahmen des Aufenthaltes übereinstimmend die Meinung herausbildet, dass der Betroffene ein anderes Betreuungssetting benötigt, müssen zahlreiche Maßnahmen getroffen werden, geht es doch darum, einen neuen Lebensplatz zu finden und darauf abgestimmt einen entsprechenden Lebensplan zu entwerfen: Beginnend mit der Wahl einer entsprechenden Betreuungseinrichtung erfolgt dann die Kontaktaufnahme zu dieser. Ausführliche Fallbesprechung, Besuch des Betroffenen in der "neuen" Betreuungseinrichtung bis hin zur Nachbegleitung müssen alle Schritte aufeinander abgestimmt erfolgen.

Weitere Aufgaben betreffen die fachliche Leitung des pädagogischen Teams, die Entwicklung von Konzepten, das Pflegen von Kontakten zu Behörden und verschiedensten Institutionen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.

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Pädagogische Beschäftigung

Pädagogisches Beschäftigungsangebot im Haus 42 OG und Haus 4 DG

Unsere vorrangigen Ziele in der pädagogischen Betreuung sind die größtmögliche Handlungsautonomie, sowie die Integration unserer BewohnerInnen in das Umfeld. Dies beinhaltet Respekt vor dem Anderen und Achtung der Menschenwürde vermitteln, einen Rahmen im Alltag bieten, in welchem sie das "Miteinanderleben" lernen können. Dazu gehören neben einer "vorgelebten" wertschätzenden Kommunikation auch die Auseinandersetzung mit sich selbst sowie die Interaktion mit der Umwelt.

Basierend auf einer klaren Wochenstruktur bieten wir ein breit gefächertes Beschäftigungs- und Betreuungsangebot. Dies wird durch Kreatives Gestalten unter Berücksichtigung der jeweiligen Fähigkeiten, Erhaltung der erlernten Fähigkeiten (fein- und grobmotorisch) und persönlicher Vorlieben des Bewohners angeboten. Erfahrungen mit verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Techniken, sowie das Vermitteln von Erfolgserlebnissen stehen im Vordergrund.

Das Fördern der kognitiven Fähigkeiten mittels verschiedenster Arbeitsmaterialien und Techniken runden das Betreuungsangebot ab und dienen allgemein einer besseren Bewältigung des Alltags.

Weitere Aspekte sind die Begleitung und Gestaltung von Freizeitangeboten, wie beispielsweise Ausflüge, Besuche bei Angehörigen und ehemaligen Einrichtungen sowie die Teilnahme an Veranstaltungen und Festen.

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